Gox Whistleblower behauptet, dass auf Twitter für die Analyse des Coronavirus verboten sei

Ryan Selkis, der CEO des Krypto-Marktanalyse-Software-Unternehmens Messari und langjähriger Krypto-Währungskommentator, ist Berichten zufolge wegen seiner Berichterstattung über die Coronavirus-Pandemie auf Twitter verboten worden.

Die beiden Twitter-Seiten von Messari und Ryan Selkis gingen für einige Stunden offline. Seit 2 Uhr morgens scheint der EST-Dienst für die Seiten wieder hergestellt worden zu sein.

Messari betreibt einen Tracking-Dienst, der Updates zur Anzahl der Coronavirus-Fälle weltweit, einschließlich der Daten des Staates und der Provinz für mehrere Länder, zur Verfügung stellt.

App für Smartphone herunterladen

Ryan Selkis und Messari scheinen den Zorn von Twitter zu schüren

Selkis gab am 20. März auf Messaris Website bekannt, dass sowohl seine persönlichen als auch beruflichen Konten auf der beliebten Social-Media-Plattform Twitter schattengebannt wurden.

In dem Beitrag erklärt Selkis, dass Messari „in den vergangenen 48 Stunden mit einer noch nie dagewesenen Massenberichterstattung über alle wichtigen geschäftlichen und persönlichen Konten konfrontiert war“. Der CEO fügt hinzu, dass er glaubt, dass ihre COVID-19-Berichterstattung auf der Plattform die Ursache für die Beschwerden war.

Als Folge des Schattenverbotes können nur die Anhänger von Selkis und Messari ihre jeweiligen Tweets sehen. Alle anderen Twitter-Benutzer erhalten eine Nachricht, die besagt, dass die Tweets, die von diesen Konten gepostet werden, „nicht verfügbar“ sind.

Am 21. März kündigte Twitter an, dass es „mit globalen Gesundheitsbehörden zusammenarbeitet, um Experten zu identifizieren“ zum Thema COVID-19 als Teil einer Initiative zur Einschränkung der Verbreitung von Informationen über Koronaviren durch nicht identifizierte Quellen.

Krypto-Community eilte zu Selkis‘ Verteidigung

Die Krypto-Gemeinschaft hat sich gegen Selkis‘ Schattenverbot gewehrt, seine Bitte um Hilfe bei der Aufhebung des Verbots unterstützt und für seine journalistischen Beiträge zur Kryptowährung gebürgt.

Im Februar 2014 veröffentlichte Selkis die Geschichte, dass die damals führende Krypto-Börse, Mt. Gox, gehackt wurde. Der Verlust von fast 750.000 Bitcoins (BTC) war einer der ersten großen Skandale im Blockkettenbereich. Das Ereignis führte schließlich zum Niedergang der Börse und löste eine mehrjährige Baisse für die Branche aus. Sechs Jahre nach der Schließung der Börse ist der Rechtsstreit um den Mt. Gox nach wie vor ungeklärt.